Von einer Weigerung der Arbeitgeber bei Lohnsteigerungen zu sprechen, entbehre jeder sachlichen Grundlage, sagt Brüderle, der Bundeswirtschaftsminister war. Als besonders markantes Beispiel führt er Sachsen-Anhalt an: Dort habe sich das Gehalt einer Altenpflegefachkraft zwischen 2015 und 2024 nahezu verdoppelt.
Ein wichtigeres Thema seien die "finanziellen Herausforderungen" der Branche. Denn Pflegebedürftige und ihre Angehörigen könnten sich professionelle Pflege kaum mehr leisten. Die "wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Pflegebetriebe" würden immer schwieriger. Helfen würden "eine auskömmliche Finanzierung, eine Rückführung der Überregulierung und eine konsequente Entbürokratisierung".
