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21. September 2022 | 07:00 Uhr Anzeige
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Generalistik verkürzt Integration internationaler Fachkräfte

Die generalistische Anerkennung der Pflegeberufe verbessert die Anerkennung internationaler Fachkräfte. Die Integration von Pflegekräften aus dem Ausland bleibt dennoch ein Hürdenlauf. Der Online-Bildungsträger Lingoda unterstützt dabei mit neuen Konzepten zur generalistischen Anerkennung und weiteren Integrationsmodulen. Der Clou: Dieser Ansatz ist besonders für Pflegeeinrichtungen von Vorteil.

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Der Bildungsträger Lingoda hilft beim Hürdenlauf für die Integration internationaler Pflegekräfte

Bei der Integration von internationalen Fachkräften ist die generalistische Anerkennung der Pflegeberufe auf dem Vormarsch. Einige Bundesländer setzen dies bereits um, allen voran Hessen. Hamburg, Bremen und das Saarland sind in der Erprobung. Durch die Generalistik können Anträge auf Anerkennung und Maßnahmen zur Anpassung sowohl nach den Möglichkeiten des neuen Pflegeberufegesetzes als auch nach dem ehemaligen Krankenpflege- und Altenpflegegesetz durchgeführt werden.

Prüfungen in der Pflegeeinrichtung möglich

Seit dem Sommer bietet die Online-Sprachschule Lingoda auch für die generalistische Anerkennung Kurse an, die zertifiziert sind und zu 100 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gefördert werden können. Projektleiter Duniel Cardenas-Rodriguez betont: "Unsere neuen Kurse helfen besonders den Fachkräften in der Altenpflege, weil sie mit der Generalistik vor Ort in den Einrichtungen geprüft werden können und nicht mehr ausschließlich im Krankenhaus. So können sich die Fachkräfte voll und ganz auf ihre Arbeit in der Pflegeeinrichtung fokussieren."

Integration als wichtiges Lernmodul

Die neuen Kurse berücksichtigen die generalistischen Kompetenzprofile der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege und der Altenpflege gleichermaßen. Zudem wird ein weiterer Schwerpunkt auf die Integrationsarbeit gelegt. Hierbei kooperiert Lingoda mit dem gemeinnützigen Bildungspartner Kiron Open Higher Education, der die Integrationsmodule zur Verfügung stellt.

Erfolgsfaktoren der Online-Sprachkurse

Die Vorbereitungskurse starten monatlich in kleinen Gruppen mit muttersprachlichen Lehrkräften und dauern im Schnitt sechs bis zehn Monate. Sofern die Fachkräfte noch kein B2-Deutsch-Niveau errecht haben, werden sie drei Monate lang bis zu diesem Standard geschult. Die fachlichen Vorbereitungskurse finden im Anschluss an zwei Tagen pro Woche statt, so dass die Pflegekraft die übrige Zeit in der Einrichtung tätig sein kann, um dort Praxiserfahrungen zu sammeln.

Die enge Verzahnung zwischen Theorie, Sprache und Praxis unter Einbezug von Integrationsmaßnahmen sind das Erfolgskonzept der führenden Online-Sprachschule Lingoda. Außerdem können die Kurse vollständig über Bildungsgutscheine der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden und beinhalten auch einen Lohnkostenzuschuss für Freistellungen.

Prozess der Anerkennung oft langwierig

Der generalistische Ansatz ist ein wichtiger Schritt, um die Prüfungszeiträume effizienter zu gestalten, da oftmals Kapazitäten in den ehemaligen Krankenpflegeschulen fehlen. "Viele Einrichtungen und sogar Personalagenturen unterschätzen die sprachliche und fachliche Qualifizierung bei internationalen Pflegefachkräften", weiß Projektleiter Cardenas-Rodriguez. "Durch die sehr unterschiedlichen Verwaltungspraktiken in den Anerkennungsbehörden der Bundesländer, die strukturell die Altenpflege benachteiligen, sowie die enge Personalsituation in den prüfenden Pflegeschulen und Krankenhäusern gestaltet sich die Anerkennung in Deutschland nach wie vor wie ein langer Hürdenlauf." Diese Hürden lassen sich nach und nach abbauen, wenn Bildung und Praxis Hand in Hand laufen.

Initiative zur vereinfachten Anwerbung und Anerkennung

Darüber hinaus hat Lingoda das Netzwerk Match ins Leben gerufen. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Qualität und Transparenz bei der Anwerbung und Anerkennung von internationalen Gesundheitsfachkräften in Deutschland zu erhöhen. Robert Mittelstädt, Mitbegründer von Match: "Hier haben sich rund 150 Partner aus der Gesundheits- und Personalbranche sowie Bildungslandschaft zusammengefunden, um diesem wichtigen Thema politisch und in der öffentlichen Wahrnehmung mehr Bedeutung zu verleihen." Die Initiative organisiert regelmäßig Fachveranstaltungen mit führenden Referentinnen und Referenten, und es werden Best-Practices im Anerkennungs-Hürdenlauf aufgezeigt. Mehr Infos dazu auf match-pflege.de.

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