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5. Januar 2026 | 07:00 Uhr
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Argentum übernimmt insolvente Zerbst Pflegegruppe

Argentum Pflege hat die Zerbst Pflegegruppe mit acht Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin (Foto) und Niedersachsen gekauft. Zerbst befand sich nach dem Tod des Inhabers im März 2023 in einem Insolvenzverfahren, der Betrieb lief aber ohne Unterbrechung weiter. Argentum selbst wurde Anfang 2025 insolvent und im Herbst mit 22 Einrichtungen von der Private-Equity-Gesellschaft Lafayette Mittelstand Capital übernommen.

Die Zerbst Gruppe betreibt unter anderem das "Haus Sonne“ in Berlin-Lichterfelde

Die Zerbst Pflegegruppe betreibt mit rund 750 Mitarbeiter Pflegeheime, eine Wachkomastation sowie Sozialstationen. Zum Portfolio zählen unter anderem die "Seniorenbetreuung Haus Sonne" in Berlin-Lichterfelde, die "Seniorenresidenz Haus Sonne am Schlosspark" in Schönfeld nahe Meißen sowie Einrichtungen in Zittau, Niederoderwitz (beide Sachsen), Schliestedt (Niedersachsen) sowie Zerbst und Köthen (beide Sachsen-Anhalt). Hinzu kommen Sozialstationen in Zerbst, Niederoderwitz und Schöppenstedt (Niedersachsen). 

Durch die Übernahme entsteht, so Argentum-Geschäftsführer Jens Ulrich Keil, eine höhere regionale Dichte in den Kernregionen Magdeburg, Leipzig und Dresden. Das soll unter anderem Verwaltungsabläufe vereinfachen und die regionale Steuerung verbessern.

Mit der Übernahme wächst Argentum auf 30 Standorte  

Die Insolvenz der Alten- und Pflegeheim in Zerbst GmbH wurde vor allem durch den Tod des Geschäftsführers und Inhabers Heinz Schumann im März 2023 ausgelöst. Die Gesellschaft wurde zeitweise nahezu handlungsunfähig. Zur Stabilisierung kam Simon Leopold als Sanierungsgeschäftsführer von ABG Consulting ins Unternehmen. Gemeinsam mit den Insolvenzverwaltern Christian Otto und Michael Döhner von der Kanzlei HWW hat er ein gerichtliches Sanierungsverfahren umgesetzt. 

Argentum Pflege ist nach eigenen Angaben mit rund 1.600 Mitarbeitenden bundesweit vertreten und versorgt mehr als 2.000 Bewohner. Mit der Übernahme der Zerbst Pflegegruppe zählt das Unternehmen nun 30 Standorte. Die Transaktion umfasst sowohl den operativen Betrieb als auch die zugehörigen Immobilienwerte der Zerbst Gruppe. Angaben zum Kaufpreis machten die Beteiligten nicht.

Kirsten Gaede

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