Entlastungsprämie setzt kirchliche Träger unter Druck
Die Caritas-Dienstgeber sehen die von der Regierung geplante Entlastungsprämie kritisch und fordern Nachbesserungsbedarf. Vor allem die Finanzierung sei angesichts der der wirtschaftlich extrem angespannten Lage der Dienste und Einrichtungen der Caritas von der Politik noch nicht beantwortet, auch drohe Ungleichbehandlung.
Johannes Brumm, Sprecher der Dienstgeberseite der arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes, sieht zwar ebenso die Notwendigkeit, Mitarbeiter angesichts steigender Energie- und Lebenshaltungskosten zu entlasten. Er vermisst aber die Frage der Finanzierung einer solchen Prämie. Auch bestehe die Gefahr, dass Mitarbeiter freigemeinnütziger Träger bei der Prämie leer ausgehen, da die Dienste der Caritas keine Überschüsse erwirtschaften, aus denen zusätzliche Prämien gezahlt werden könnten. Er fordere deswegen eine verbindliche Zusage der Politik zur vollständigen Kostenübernahme.