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19. Januar 2024 | 07:00 Uhr
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Lively plant zweites Quartier mit Hotelstandard in Trier

Eigentlich sollte das erste Wohnquartier des Senior-Living-Start-ups Lively schon voller Leben sein. Doch wie so häufig dauert es am Bau im westfälischen Gronau etwas länger. Das zweite Quartal ist jetzt für die Premiere der neuen Wohnform angepeilt. Moderne Apartments mit Gemeinschaftsflächen, Design und Service, wie man es aus der Hotellerie kennt. Noch vor der Eröffnung in Gronau geht Lively das zweite Senior-Living-Quartier an, in Trier. Weitere sollen folgen.

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Neben der ehemaligen Lokrichthalle in Trier baut das Start-up Lively sein zweites Seniorenquartier

"Ein neuartiges Wohnangebot für Senioren, das wie ein modernes Hotel geführt wird", fasst Co-Gründerin Christina Kainz die Idee des Star-ups Lively in einem Satz zusammen. Nicht ganz neu, aber an vielen Stellen durchaus innovativ, insbesondere die Inneneinrichtung von Joi Design, die sonst Hotels entwerfen.

In Gronau entstehen in dem historischen Industriegebäude "Weiße Dame" neben 123 Apartments Gemeinschaftsflächen für Workshop- und Ruheräume, Co-Working-Flächen, Wohnzimmer und Gemeinschaftsküche sowie ein Atelier. Dazu Dachterrasse mit Sauna und Hochbeeten.

Als Gastgeber eine lebensfrohe Atmosphäre schaffen

"Unser Ziel ist es, als Gastgeber eine lebensfrohe Atmosphäre für unsere Bewohner zu schaffen, die sich von klassischen Pflegeimmobilien deutlich unterscheidet", sagt der zweite Gründer Constantin Rehberg. Die Standorte sollen sich in die Nachbarschaft integrieren, Anwohner sind eingeladen, die öffentlichen Räume mitzunutzen.

Das zweite Projekt nennt sich "Lively Grünes Quartier Trier". Dort entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks ein komplett neuer Stadtteil. Lively wird Teil davon und plant 146 seniorengerechte Wohnungen und 23 Serviced Apartments. Auch hier sind rund 600 Quadratmeter Gemeinschaftsflächen für Ateliers, Sauna, Sport und Workshop-Räume vorgesehen. Die Eröffnung ist für 2026 vorgesehen.

Gründer Kainz und Rehberg kommen aus der Hotellerie und wollen die modernen Qualitätsstandards auf das Seniorenwohnen übertragen. Das Geschäftsmodell von Lively sieht vor, die nach ihren Vorgaben gebauten Einrichtungen zu pachten und die Wohnungen weiterzuvermieten. Die Serviceleistungen sollen von lokalen Anbietern erbracht werden. 

Investoren stecken Millionen in das Start-up

In einer zweiten Finanzierungsrunde haben sich Kainz und Rehberg Mitte vergangenen Jahres einen "einstelligen Millionenbetrag" gesichert. Die bestehenden Investoren, darunter Neworld, haben ihre Anteile erhöht. Michael Maas, Eigentümer des ersten Standorts in Gronau, hat sich erstmals an Lively beteiligt.

Mit dem Geld im Rücken geht Lively auf die Suche nach weiteren Standorten. Die Wohnquartiere sollen mindestens 80 Apartments und etwa 4.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassen. Der Fokus liegt auf der Metropolregion Hamburg, Nordrhein-Westfalen und dem Rhein-Main-Gebiet. Jedes Jahr sollen zwei bis vier weitere Quartiere dazukommen, so der ehrgeizige Plan. Bislang konnte dieses Tempo nicht eingehalten werden, doch das könnte sich ändern, wenn das erste Quartier eröffnet ist, Leben einzieht und das Konzept funktioniert.

Thomas Hartung

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