Warum Hunde für Demenzkranke ein Segen sein können
Hundebesuchsdienste sind weit verbreitet. Allerdings finden sie meistens nur einmal im Monat statt. Wirkungsvoller ist, wenn ein Hund fast täglich kommt, zum Beispiel wenn ein Mitarbeiter oder die Pflegedienstleitung ihren eigenen Vierbeiner mit zur Arbeit bringt. So wie in der Tagespflege "Am Ahornpark" in Rheda nahe Gütersloh: Dort kommt der Mischling der Leiterin Hedwig Roscher (Foto) fast täglich mit zur Arbeit. Das hat sich besonders bei einer Bewohnerin mit Demenz bewährt, berichtet die Lokalzeitung "Die Glocke".
Meine Diakonie/Ulla Rettig
Die Leiterin der Tagespflege, Hedwig Roscher (l.), mit ihrem Hund
Die Dame wirkte angespannt und abweisend. Aus dem Biografie-Fragebogen ging aber hervor, dass sie früher Hunde besessen und sehr geliebt hatte. So versuchte das Team es: Es brachte die Bewohnerin mit Sparky, dem Hund der Leiterin, in Kontakt. Der Erfolg stellte sich sofort ein. Die Frau lächelte erstmals seit langer Zeit, als sie den Hund streicheln durfte. Und ein gemeinsamer Spaziergang machte sie regelrecht glücklich, heißt es in der Glocke.