Was die Resilienz von Mitarbeitern fördern könnte
Ein neues, vom Bund gefördertes Forschungsprojekt geht einer einfachen Frage nach: Werden Pflegekräfte resilienter, wenn sie den Sinn ihrer Arbeit stärker erleben? Erste Ansätze deuten darauf hin, dass genau darin ein bislang unterschätzter Hebel liegen könnte, auch gegen Fluktuation. Das Pflegeunternehmen Humanas aus Sachsen-Anhalt beteiligt sich an einem dreijährigen Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird.
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Was gibt Pflegekräften Widerstandskraft? Was macht sie stark? Die Arbeit selbst, so könnte die Antwort lauten – sofern sie als sinnvoll empfunden wird
Im Mittelpunkt steht bei dem Projekt das subjektive Erleben der Mitarbeiter. Die Grundidee: Wer seine Arbeit als sinnvoll erlebt, bleibt belastbarer im Alltag. Die Forscher wollen deshalb herausfinden, wie sich dieses "Sinnerleben" gezielt stärken lässt – etwa durch Austausch, Reflexion oder eine klarere Einordnung der eigenen Tätigkeit im Gesamtzusammenhang.
Für Pflegeanbieter ist das hochrelevant. Denn viele Beschäftigte arbeiten in einem anspruchsvollen Umfeld, in dem Stress, Personalmangel und Zeitdruck zum Alltag gehören. Wenn es gelingt, den Sinn der eigenen Arbeit stärker sichtbar zu machen, könnte das die Resilienz erhöhen – und gleichzeitig helfen, Mitarbeiter langfristig zu binden.