Wiesbaden setzt auf Quartiershäuser
Die Stadt Wiesbaden startet ein Modellprojekt für sogenannte Quartiershäuser. In vier Stadtteilen sollen Wohnen, Pflege und soziale Beratung enger verknüpft werden, berichtet die Frankfurter Rundschau. Beteiligt sind mehrere ambulante Dienste sowie Wohnungsunternehmen, unter anderem die GWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft, die GWH Wohnungsgesellschaft Hessen, die SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden und die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Wiesbaden 1950.
Die Pilotphase läuft in den Stadtteilen Schelmengraben, Gräselberg, Rheingauviertel/Dichterviertel und Klarenthal Nord. Im Schelmengraben investiert die GWH 175.000 Euro in den Aufbau des Angebots und arbeitet mit dem Caritasverband zusammen, so die Frankfurter Rundschau.
Das Konzept orientiert sich am Bielefelder Modell, bei dem ein Pflegedienst im Quartier präsent ist und Leistungen bei Bedarf erbringt. Hintergrund ist der steigende Anteil älterer Menschen, die allein leben. In der Siedlung Schelmengraben etwa sind 43 Prozent der über 75-Jährigen alleinstehend. Die Stadt will das Projekt zunächst drei Jahre lang erproben.