Die Petition fordert gerechtere Löhne für Pflegekräfte, geregeltere Arbeitszeiten, mehr Wertschätzung und eine "konsequente Abkehr von ökonomischen Fehlanreizen durch eine Gesundheitsreform." Der Stern erwartet von Gesundheitsminister Lauterbach, dass die Versorgungslücke von 120.000 fehlenden Pflegekräften "in absehbarer Zeit" geschlossen und der Pflegeberuf durch bessere Entwicklungsmöglichkeiten attraktiver wird. Höhere Kosten dürften dabei nicht auf Angehörige und Versicherte umgelegt werden. Stattdessen sei die Pflegeversicherung durch einen Steuerzuschuss zu unterstützen. Zudem solle der Gesundheitsminister nach rechtlichen Wegen suchen, wie private Heime kommunalisiert werden können.
Dass hier dicke Bretter gebohrt werden müssen, ist auch dem Stern klar. Bis zur Erfüllung der Forderungen der Petition rechnet die Illustrierte mit einer Dauer von mindesten einem Jahrzehnt.
