84 Prozent der Pflegebedürftigen, das sind 4,17 Millionen Menschen, wurden zu Hause versorgt, so die Daten des Statistischen Bundesamts. Davon erhielten 2,55 Millionen Pflegebedürftige ausschließlich Pflegegeld und wurden überwiegend durch Angehörige gepflegt. Weitere 1,05 Millionen Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten und wurden zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflege- und Betreuungsdienste versorgt.
Ebenfalls zu Hause versorgt wurden weitere 0,56 Millionen Pflegebedürftige im Pflegegrad 1. Davon erhielten 30.000 ausschließlich Entlastungsleistungen landesrechtlicher Angebote. Die übrigen 530.000 Pflegebedürftigen im Pflegegrad 1 haben im Dezember 2021 keine Leistungen von Pflegeheimen oder ambulanten Diensten genutzt.
Vollstationäre Betreuung zurückgegangen
Knapp 800.000 Pflegebedürftige wurden in Pflegeheimen vollstationär betreut. Das entspricht etwa 16 Prozent. Im Vergleich zu Dezember 2019 sank die Zahl der in Heimen versorgten Pflegebedürftigen um drei Prozent oder 25.000 Bewohner. Die Zahl der zu Hause gepflegten Personen nahm dagegen insgesamt um gut ein Viertel oder 858 000 zu.
Die Zahl der durch ambulante Dienste betreuten Pflegebedürftigen stieg um 6,5 Prozent oder 64.000. Die Zahl der überwiegend durch Angehörige versorgten Pflegebedürftigen kletterte dagegen um gut ein Fünftel (21%) oder 437 000.
Jeder dritte Pflegebedürftige älter als 85 Jahre
Ende 2021 waren 79 Prozent der Pflegebedürftigen 65 Jahre und älter, ein Drittel (33%) war mindestens 85 Jahre alt. Die Mehrheit der Pflegebedürftigen waren Frauen (62%). Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu sein. Während bei den 70- bis 74-Jährigen nur rund neun Prozent pflegebedürftig waren, lag der Anteil unter 90-Jährigen bei 82 Prozent.
