Das Fazit von Vogler fällt ernüchternd aus: "Die Möglichkeit der Personalgewinnung aus dem Ausland stellt in der Pflege kein dauerhaft tragfähiges Konzept dar." Gegenüber der Deutschen Welle erklärt sie, dass es immer schwieriger werde, Menschen zu finden, da immer mehr Länder in eine Pflegenotstand-Situation kämen.
Voglers Auffassung wird von Borja López de Castro bestätigt. Der Spanier vermittelt mit seinem Dienst "Enfermeras Alemania", auf Deutsch "Krankenschwestern Deutschland", Pflegepersonal aus Lateinamerika an Universitätskliniken in Freiburg, Köln oder Aachen. Es gebe zwar erfolgreiche Methoden Arbeitskräfte anzuwerben, doch es fehlten Strategien, dass diese auch blieben. "Es ist eine Sache, Personal für Integration zu haben, eine andere Sache ist aber ein Integrationskonzept, das in die Tat umgesetzt wird. Es gibt häufig kein Follow-Up für das Pflegepersonal, das Hauptproblem ist der Mangel an Information und Transparenz über die Arbeitsbedingungen", bemängelt López de Castro.
