Die Caritas sieht sich allerdings nicht in der Lage, den Deal allein zu stemmen. Sie schlägt deshalb ein Konsortium mit dem Diakoniewerk Gallneukirchen, der Stiftung Liebenau und der Vinzenz-Gruppe vor. Ein konkretes Angebot zur Übernahme gibt es aber noch nicht. Zudem müsse die Politik zunächst entsprechende Rahmenbedingungen schaffen und die Übernahme unterstützen. Die Caritas sieht "die große Chance, eine gemeinnützige statt einer profitorientierten Pflegelandschaft für Österreich sicherzustellen", so ein Sprecher gegenüber dem ORF.
Medienberichte über den Verkauf von Senecura in Österreich kursieren bereits seit Monaten; auch Care vor9 hatte im März schon darüber berichtet. In Slowenien und Kroatien trennte sich Emeis bereits von seinen Senecura-Einrichtungen. Der Konzern gibt sich dennoch schmallippig. Die Antwort der Emeis-Mutter aus Paris auf die Fragen von Care vor9 fällt denkbar knapp aus: "We do not comment."
Thomas Hartung