Mit rund 63.900 neuen Ausbildungsverträgen setzt sich der Aufwärtstrend in der Pflege fort. Nach dem Einbruch im Jahr 2022 ist die Zahl der Ausbildungsanfänger damit bereits das dritte Jahr in Folge gestiegen. Insgesamt befanden sich Ende 2025 knapp 157.200 Menschen in der generalistischen Pflegeausbildung.
Pflegeberuf ist gut bezahlt, sinnstiftend und KI-sicher
Zentral für das wachsende Interesse dürften auch die gestiegenen Ausbildungsvergütungen sein. Einen weiteren Grund nennt die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler: "Pflege ist ein Beruf mit Zukunft. Er ist sinnstiftend, nah am Menschen und in hohem Maße krisen- und KI-sicher. Das macht ihn gerade für junge Menschen attraktiv, die Verantwortung übernehmen, mit Menschen arbeiten und das tun wollen, wofür sie ausgebildet wurden."
Für die Altenpflege gibt es allerdings eine Wermutstropfen: Das Krankenhaus bleibt mit Abstand wichtigste Ausbildungsort. Rund die Hälfte der Auszubildenden beginnt dort ihre praktische Ausbildung. Stationäre Pflegeeinrichtungen steigerten ihren Anteil zwar leicht von 35 auf 36 Prozent, ambulante Pflegedienste kamen auf 12 Prozent. Ob nach der Ausbildung auch noch Absolventen aus der Altenpflege in die Kliniken abwandern, wie einige Trägerverbände vermuten, lässt sich für das Jahr 2025 noch nicht sagen. Die aktuellsten Zahlen gibt es für das Jahr 2023: Da wanderten laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) rund 1.800 Absolventen aus der Altenpflege in die Krankenpflege ab.
Männeranteil steigt von Jahr zu Jahr
Der Männeranteil ist unter den neuen Auszubildenden seit Einführung der generalistischen Ausbildung kontinuierlich gestiegen – von 24 Prozent im Jahr 2020 auf inzwischen 29 Prozent. Die Spezialisierung auf Altenpflege spielt dagegen kaum noch eine Rolle: Nur gut ein Prozent der Absolventen entschied sich 2025 für einen gesonderten Abschluss in der Alten- oder Kinderkrankenpflege.
