Wie stark die eigene Gesundheit mit dem Führungsverhalten zusammenhängt, zeigt im Longevity Leadership Report der Hanse-Merkur der Vergleich der Befragten: Von den Führungskräften, die ihren Gesundheitszustand positiv bewerten, glauben 71 Prozent, dass ihr Führungsstil langfristig zu gesünderen und leistungsfähigeren Mitarbeitern beiträgt. Unter den gesundheitlich belasteten Führungskräften sind es nur 43 Prozent. Gesunde Führungskräfte geben außerdem häufiger an, Überlastung bei Mitarbeitern frühzeitig zu erkennen.
Gleichzeitig fällt es 67 Prozent der Befragten leichter, sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu kümmern als um die eigene. 58 Prozent sagen, dass ihre Führungsaufgaben es erschweren, selbst die Empfehlungen umzusetzen, die sie ihren Mitarbeitern geben. 53 Prozent arbeiten regelmäßig trotz eingeschränkter Arbeitsfähigkeit. Jeder Dritte hat bereits darüber nachgedacht, seine Führungsverantwortung aufzugeben.
Personalmangel ist die größte Belastung
Als größte Belastungen nennen die Befragten Personalmangel (42 Prozent), ständige Erreichbarkeit (33 Prozent) und hohe Arbeitsdichte (30 Prozent). Besonders häufig leidet darunter der Schlaf: 49 Prozent geben an, zu wenig davon zu bekommen. "Wer dauerhaft übermüdet führt, entscheidet schlechter, reagiert gereizter und gibt seinen Stress an das Team weiter", warnt Studienleiter Gerd Wirtz.
Für die Untersuchung befragte das Institut Ipsos im August 2026 im Auftrag der Hanse-Merkur 500 Führungskräfte verschiedener Branchen.
