Alexianer testen Nemlia-Sensoren gegen Sturzrisiken
Die Alexianer testen in ausgewählten Pflegeeinrichtungen sensorbasierte Assistenzsysteme des dänischen Anbieters Nemlia. Sensoren an Pflegebetten und Zimmertüren erkennen auffällige Bewegungsmuster und melden mögliche Gefahrensituationen direkt an mobile Geräte der Pflegekräfte. Kameras kommen nicht zum Einsatz. Später ist eine Ausweitung auf weitere Standorte vorgesehen.
Nemlia
Sensoren ohne Kamera melden Pflegekräften, wenn Bewohner zum Beispiel nachts aufstehen
Die Technik soll Stürze verhindern, schnellere Reaktionen ermöglichen und das Personal entlasten. Die Sensoren registrieren unter anderem, wenn Patienten oder Bewohner nachts aufstehen, länger im Badezimmer bleiben oder ihr Zimmer verlassen. Erkennt das System ein zuvor definiertes Bewegungsmuster, übermittelt es die Information in Echtzeit an ein mobiles Endgerät des Pflegepersonals. Pflegekräfte sollen dadurch schneller und gezielter reagieren können. Das System kommt besonders bei Personen mit kognitiven Einschränkungen zum Einsatz, bei denen ein erhöhtes Sturzrisiko besteht.
Sensoren lassen sich individuell einstellen
Nach Angaben der Alexianer kann das System auf den Unterstützungsbedarf einzelner Patienten und Bewohner abgestimmt werden. "Die neue Technologie arbeitet dabei unauffällig im Hintergrund und integriert sich nahtlos in bestehende Pflegeprozesse", sagt Lena Burkert von den Alexianern. Relevante Informationen erreichten die Pflegekräfte ohne Umwege.
Die Technik analysiert Bewegungsmuster und Druckveränderungen. Kameras werden nicht eingesetzt. Nach Angaben der Unternehmen nimmt das System keine Bilder auf. Personenbezogene Daten werden weder gespeichert noch weitergegeben.
Mehr Sicherheit und weniger unnötige Wege
Mit der Investition wollen die Alexianer die Sicherheit in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern erhöhen. Zugleich soll die Technik das Personal entlasten. Statt sämtliche Zimmer in kurzen Abständen kontrollieren zu müssen, können Pflegekräfte auf konkrete Hinweise reagieren.
Der Einsatz beginnt auf ausgewählten Pilotstationen. Welche Einrichtungen teilnehmen und wie viele Sensoren installiert werden, teilen die Unternehmen nicht mit. Nach der Erprobung soll das System schrittweise an weiteren Standorten eingesetzt werden.