Der Qualifizierungsweg richtet sich an Mitarbeiter, die bereits seit Jahren in der Pflege arbeiten, aber keinen staatlich anerkannten Abschluss haben. Statt die reguläre einjährige Ausbildung an einer Berufsfachschule zu durchlaufen, bauten die Teilnehmer auf ihrer Berufserfahrung auf und bereiteten sich gezielt auf die theoretischen und praktischen Prüfungsanforderungen vor.
Das Beispiel zeigt, wie ein Pflegeanbieter erfahrene Hilfskräfte im eigenen Team weiterqualifizieren kann. "Mindestens genauso wichtig ist es, den Menschen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, die bereits bei uns sind", sagt Compassio-Geschäftsführer Florian Frensch mit Blick auf die Personalgewinnung.
Bildungspartner und Einrichtungen begleiten das Lernen
Die Vorbereitung übernahm der Bildungspartner Maxq. Tutor Fritz Schmid begleitete die Teilnehmer individuell. In den Einrichtungen unterstützten Pflegedienstleitungen, Einrichtungsleitungen und Praxisanleitungen die Mitarbeiter. Compassio stellte neben der Finanzierung auch Lernmaterial bereit.
Die Teilnehmer mussten sich parallel zur Arbeit intensiv mit den theoretischen Inhalten der Pflegefachhilfe befassen. Die gemeinsamen Prüfungsteile fanden im Juni bei Maxq in Regensburg statt. Für die praktische Prüfung kehrten die Mitarbeiter in ihre Einrichtungen zurück. Alle 20 Teilnehmer von Compassio bestanden.
Mit der Qualifikation können die Mitarbeiter erweiterte Aufgaben in der Versorgung übernehmen. Auch die Vergütung wird laut Unternehmen angepasst. Compassio will künftig weiteren geeigneten Mitarbeitern die Teilnahme an der Externenprüfung ermöglichen.
