Besprochen werde auch die Phase eines nahenden Lebensendes, berichtet Jens Dapper, Geschäftsführer des Awo-Stadtkreises dem Gießener Anzeiger. Ein Dutzend Risikofaktoren für medizinisch und ethisch nicht vertretbare Verlegungen wurden im Projekt systematisch ermittelt. Zu den medizinischen und pflegerischen Risiken zählen unter anderem Atemnot, Schmerzen, Verschlechterung der Grunderkrankung, Erschöpfung. Zu diesen Risikofaktoren wurden Maßnahmen und Aktivitäten entwickelt und in das Palliativkonzept überführt.
Um personale und organisatorische Risiken zu vermeiden, wird bei der Personalentwicklung ein Dienstplanmodell zum proaktiven Fehlzeitenmanagement eingeführt und die Fachkraft in Fortbildungen zur Palliativ-Care-Kraft qualifiziert, berichtet Dapper. Schließlich sollen ebenso die externen Risikofaktoren gemindert werden. Dazu gehören unsichere und destabilisierte Angehörige, unzureichend eingebundene oder fehlende Hausärzte, keine Patientenverfügung, kein Testament.
