Die "Leading Nurse" übernimmt in der Caritas die fachliche Führung: Sie steuert Pflegeprozesse, ist zentrale Ansprechpartnerin für Bewohner und Angehörige und begleitet Mitarbeiter etwa bei Fragen der Qualität. Die Wohnbereichsleitung kann sich im Gegenzug stärker auf Organisation und Steuerung konzentrieren.
Auslöser, so Brunn in einem Beitrag der Evangelischen Bank, war das Personalbemessungsverfahren nach Heinz Rothgang. In der Analyse wurde deutlich, dass nicht nur mehr Personal nötig ist, sondern vor allem eine andere Aufgabenverteilung. "Pflege soll nicht verwaltet, sondern fachlich gestaltet werden", so die Caritas- Frau.
"Leading Nurse" bietet neue Karrieremöglichkeiten
In den Einrichtungen zeigen sich bereits Effekte: klarere Zuständigkeiten, strukturiertere Abläufe und mehr Kontinuität für Bewohner. Auch die Teams profitieren – viele Mitarbeiter fühlen sich entlastet, weil sie ihre Kompetenzen gezielter einsetzen können.
Der Ansatz geht über Organisation hinaus: Die neue Rolle schafft auch zusätzliche Karriereperspektiven für Pflegefachkräfte. Für Brunn steht fest: "Die Pflege braucht mehr Mut zu strukturellen Veränderungen."
