Neben gestiegenen Kosten in der Pflege nennt die Augustenhilfe vor allem den Ersatzneubau in Albstadt als Ursache der finanziellen Schieflage. Der erste Bauabschnitt war errichtet worden, weil das bisherige Haus Sonnenstraße/Ulrichstraße nicht dauerhaft für die Altenpflege genutzt werden kann. Kosten bei der Inbetriebnahme sowie vorgehaltenes Personal für den zweiten Bauabschnitt ließen den Betrieb zunehmend ins Defizit rutschen. Hinzu kamen nicht vollständig gedeckte Baukosten. Schließlich drohte Zahlungsunfähigkeit, heißt es in einer Pressemitteilung der Sanierungsberatung ABG Consulting.
Die Stiftung betreibt drei vollstationäre Standorte in Albstadt und bietet zudem Betreutes Wohnen an. Der Betrieb läuft nach Angaben des Trägers uneingeschränkt weiter. Die Löhne und Gehälter der 244 Mitarbeiter sind für Oktober bis Dezember über das Insolvenzgeld gesichert. Ein Sanierungsteam prüft nun Möglichkeiten für eine dauerhafte Fortführung.
