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Caritas Westerwald verfünffacht Zahl der Pflege-Azubis

Der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn hat die Zahl seiner Pflege-Azubis seit 2020 von zwölf auf rund 60 gesteigert. Etwa 50 kamen mit einem Ausbildungsvisum aus dem Ausland. Um sie langfristig zu halten, setzt der Verband auf Sprachförderung, persönliche Betreuung und Hilfe im Alltag. Das Konzept stieß auch bei der Pflegebevollmächtigten Katrin Staffler auf Interesse.

Für den Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn ist die Ausbildung junger Menschen aus dem Ausland zu einem wichtigen Bestandteil der Personalgewinnung geworden. Von derzeit rund 60 Pflege-Azubis sind etwa 50 mit einem Ausbildungsvisum nach Deutschland gekommen. Im Jahr 2020 beschäftigte der Verband insgesamt erst zwölf Auszubildende.

Nach den Erfahrungen des Verbands reicht eine gute fachliche Ausbildung allein nicht aus, um internationale Nachwuchskräfte langfristig zu halten. Ausbildungsleiterin Nadine Heil empfiehlt, die jungen Menschen auch außerhalb des Arbeitsplatzes zu unterstützen. Dazu gehören Sprachförderung, Hilfe bei alltäglichen Problemen und Unterstützung beim Aufbau sozialer Kontakte.

Dass die Bindung gelingen kann, zeigen zwei ehemalige Auszubildende: Eine arbeitet inzwischen als Pflegefachkraft in der ambulanten Pflege, der andere leitet einen Wohnbereich im Caritas-Altenzentrum St. Martin in Lahnstein. Die Erfahrungen des Verbands stießen auch bei der Pflegebevollmächtigten Katrin Staffler auf Interesse. Sie lud Vertreter der Caritas zu einem Fachgespräch nach Berlin ein.

Das Video zur Veranstaltung "Bleiben statt wechseln - Gute Arbeitsbedingungen auch für Auszubildende aus Drittstaaten" mit Katrin Staffler ist auf You Tube zu sehen.