News für das Pflegemanagement

Münchner Kloster öffnet Pflege-WGs für Außenstehende

Im Kloster St. Gabriel in München (Foto) entstehen zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften mit insgesamt 24 Plätzen. Dort sollen die 17 Schwestern vom Guten Hirten künftig gemeinsam mit pflegebedürftigen Menschen aus der Nachbarschaft leben. Der Umbau kostet rund 4,6 Millionen Euro und wird vom Freistaat Bayern mit 1,44 Millionen Euro gefördert. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 geplant.

Das Projekt soll den Ordensschwestern ermöglichen, auch bei Pflegebedürftigkeit bis zum Lebensende in ihrer vertrauten Gemeinschaft zu bleiben. Zugleich öffnet sich das Kloster für Menschen aus dem umliegenden Stadtteil. Geplant sind zwei selbstorganisierte ambulant betreute Wohngemeinschaften mit jeweils zwölf Einzelwohnbereichen von 24 bis 33 Quadratmetern.

Die Bewohner sollen ihren Alltag eigenverantwortlich gestalten. Eine Gemeinschaftsordnung regelt das Zusammenleben. Das Konzept berücksichtigt insbesondere die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz sowie Hör- und Sehbeeinträchtigungen. Vorgesehen sind außerdem Gemeinschaftsräume, ein Demenzgarten und spezielle Entspannungsräume.

Entwickelt wurde das Vorhaben mit Unterstützung von Matthias Mört von der Fachplanung Pflege in Ahaus. Er berät seit mehr als zehn Jahren Ordensgemeinschaften bei der Umgestaltung ihrer Klöster. Bereits vor vier Jahren wurde in St. Gabriel eine Tagespflege eingerichtet, die ein privater Pflegedienst betreibt. Die neuen Wohngemeinschaften sollen das soziale Angebot auf dem Klostergelände ergänzen.