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10. Februar 2022 | 18:55 Uhr
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2021 wurden 128 Pflegeheime in Deutschland eröffnet

Waren es 2020 noch 61 Heime zur Pflege, die neu eröffnet wurden, so lag die Anzahl im vergangenen Jahr mit 128 mehr als doppelt so hoch. Gleichzeitig wurden 65 Einrichtungen geschlossen. Die neuen Häuser haben eine Kapazität von 9.639 Pflegeplätzen, was allerdings nur einem Zuwachs in der stationären Versorgung von etwas mehr als einem Prozent entspricht. In Bayern ist die Zahl der Pflegeplätze sogar geschrumpft, so die Daten der Plattform Pflegemarkt.

Richtfest Foto iStock EKH-Pictures

2021 wurden in Deutschland 128 neue Pflegeheime eröffnet

Die meisten Pflegeheime wurden mit 33 in Baden-Württemberg errichtet. Danach folgt Nordrhein-Westfalen mit 32. In den beiden Ländern wurden aber auch mit die meisten Heime geschlossen. Es waren zwölf in Baden-Württemberg und neun in NRW, was unter anderem an den gesetzlichen Vorgaben zur Einzelzimmerquote lag. Spitzenreiter bei den Schließungen ist Bayern mit 19 bei nur sieben Neueröffnungen.

Der Freistaat im Süden ist mit Minus drei Prozent auch das einzige Bundesland, dessen Kapazität an Pflegeplätzen geschrumpft ist. Die größten Zuwächse gab es hingegen in Mecklenburg-Vorpommern (+3,6%) und Sachsen (+2,9%), wie eine Auswertung von Pflegemarkt.com zeigt. Mit Ausnahme von Niedersachsen (+2,0%) lagen die anderen Länder deutlich darunter.

61 Prozent der neuen Heime wurden von privaten und 35 Prozent von gemeinnützigen Trägern errichtet, der Rest von kommunalen Trägern. Die Einrichtungen der gemeinnützigen Träger hatten im Schnitt 64 Plätze, die der privaten und kommunalen waren mit 88 und 87 Plätzen deutlich größer.

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