Ambulante Dienste klagen über steigende Spritpreise
Die gestiegenen Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs verschärfen die wirtschaftliche Lage ambulanter Pflegedienste, so der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (BAD) und verweist auf Zahlen des ADAC. Super E10 kostet jetzt 1,84 Euro, Diesel 1,82 Euro pro Liter – so viel wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Der Verband warnt vor massiven Mehrbelastungen und fordert eine befristete Senkung der Energiesteuer.
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Pflegedienste sind auf das Auto angewiesen, die steigenden Benzinpreise treffen sie deshalb besonders hart, so der Bad-Verband
Ambulante Dienste sind auf tägliche Fahrten angewiesen. "Wir können nicht weniger fahren", sagt der BAD-Vorsitzende, Andreas Kern. Die steigenden Spritkosten seien in den vereinbarten Vergütungen nicht refinanziert und verschärften die angespannte Finanzlage vieler Betriebe.
Bundesgeschäftsführerin Andrea Kapp fordert deshalb eine temporäre Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin. Die Mehrkosten dürften nicht auf Pflegebedürftige abgewälzt werden. Andernfalls gerate die Versorgung zusätzlich unter Druck.