Apotheker wollen Impfangebote in Pflegeheime bringen
Immer mehr Apotheken prüfen, Impfangebote direkt in Pflegeeinrichtungen anzubieten. So erreichen sie Bewohner, die nicht mobil sind und nur unter Schwierigkeiten in die Apotheke kommen können. Dieser Service bietet sich an, weil es ohnehin regelmäßige Kontakte zwischen Heimen und Apotheken gibt, heißt es in der Pharmazeutischen Zeitung. Für die Heime hätte das unter anderem den Vorteil, dass sie den Impfschutz ihrer Bewohner einfacher organisieren können.
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Bisher dürfen Apotheker gegen Grippe (Influenza) und Covid-19 impfen
Viele Apotheken beliefern Pflegeheime bereits regelmäßig mit Medikamenten. Diese Kontakte könnten genutzt werden, um Impfangebote zu koordinieren. Das sei eine "wichtige Brücke in der Prävention", sagt der Apotheker Björn Schittenhelm aus Holzgerlingen nördlich von Tübingen in der Pharmazeutischen Zeitung.
Die Umsetzung erfordere allerdings Abstimmung mit Ärzten, Aufklärung der Bewohner und eine saubere Dokumentation. Dennoch zeigen erste Projekte, dass diese Impfangebote praktikabel sind.
Sollten Apotheken künftig mehr Impfstoffe verabreichen dürfen, könnten solche Angebote ausgeweitet werden. Das würde den Zugang zu Impfungen in Pflegeheime weiter erleichtern. Bisher dürfen Apotheker gegen Grippe (Influenza) und Covid-19 impfen.