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19. Juli 2026 | 17:46 Uhr
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Betreiber waren auf Hitzewelle im Juni schlecht vorbereitet

Die Hitzewelle Ende Juni hat soziale Einrichtungen bundesweit stark belastet. Das zeigt eine Umfrage des Paritätischen Gesamtverbands, an der sich 2.871 Pflegeheime, ambulante Dienste und andere soziale Einrichtungen beteiligt haben. 82 Prozent sagten, sie seien stark oder sehr stark betroffen gewesen. Nur 21 Prozent verfügen über Klimaanlagen oder vergleichbare Kühltechnik, gerade einmal 30 Prozent haben einen Hitzeschutzplan.

Hitzeschutz Hitze Sonnenschirm Foto iStock grafxart8888

Bei extremen Temperaturen um 40 Grad nützt ein Sonnenschirm wenig. Dann sind Kühltechniken wie Klimaanlagen gefragt

Ein Großteil der Mitarbeiter, Bewohner und anderer Betreuter litt stark unter der Hitze: Gut 83 Prozent der Einrichtungen beobachteten Erschöpfung und Kreislaufprobleme bei betreuten Menschen, 68 Prozent Konzentrationsprobleme und 57 Prozent Schlafstörungen. Fast 90 Prozent sagten, die Hitze habe Beschäftigten erschöpft und körperlich belastet.

Hitze war für Mitarbeiter mit zusätzlicher Arbeit verbunden  

Mehr als 1.600 Freitextantworten zeigen, dass viele Einrichtungen ihre Angebote nur mit zusätzlichem Einsatz und Improvisation aufrechterhalten konnten. Mitarbeiter mussten häufiger Getränke reichen, Trinkmengen kontrollieren, gefährdete Menschen engmaschiger beobachten und Abläufe anpassen.

86 Prozent der Befragten halten moderne Kühltechnik für die wichtigste Unterstützung. 57 Prozent fordern Investitionen der öffentlichen Hand in Verschattung und andere bauliche Anpassungen. Der Paritätische verlangt ein bundesweites Sofortprogramm mit einem Hitzenotfallfonds für Kühltechnik, Verschattung, zusätzliches Personal und klimatisierte Schutzräume.

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