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19. März 2026 | 20:44 Uhr
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Gute Aussichten für zwei insolvente Domus-Cura-Heime

Für das insolvente Pflegezentrum Hildesheim der Domus-Cura-Gruppe ist eine Lösung gefunden: Die SWB Care aus Bühl in Baden-Württemberg übernimmt den Betrieb und alle Vermögenswerte. Auch für den Standort in Hüffenhardt nördlich von Heilbronn deutet sich ein positiver Ausgang an: Offenbar haben mehrere Investoren Interesse bekundet. Beide Standorte bleiben somit nicht mehr bei der Gruppe.

Erst vor einem Jahr hat Domus Cura das Pflegeheim in Hildesheim eröffnet

Der Kaufvertrag für das Pflegezentrum im niedersächsischen Hildesheim ist schon unterzeichnet. Mehr als 70 Beschäftigte bleiben an Bord, die Versorgung ist gesichert, so Insolvenzverwalter Torsten Gutmann von der Kanzlei Pluta. 

Die Ausgangssituation war komplex. Nach dem Insolvenzantrag im Februar 2026 durfte das Heim, das erst im vorigen Frühjahr eröffnet wurde, zunächst nicht weiter betrieben werden. Die Heimaufsicht koordinierte gemeinsam mit der Einrichtungsleitung vorübergehend die Versorgung. Erst durch die Zusammenarbeit von Heimaufsicht, Kostenträgern und Insolvenzverwaltung konnte der Betrieb stabilisiert werden, so Rechtsanwalt Gutmann. Mitte März wurde das Verfahren dann eröffnet, kurz darauf übernahm die SWB Care den Betrieb. 

Auch für das insolvente Domus-Cura-Pflegeheim in Hüffenhardt zeichnet sich eine Lösung ab: Laut Heilbronner Stimme hätten hier mehrere Investoren ihr Interesse geäußert. "Erfreulicherweise", zitiert die Zeitung den vorläufigen Insolvenzverwalter.

Für drei weitere Standorte ist ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung geplant  

Die beiden Häuser in Hüffenhardt und Hildesheim gehören zu den Einrichtungen von Domus Cura, die in Regelinsolvenz gegangen sind. Für die Standorte in Crailsheim, Neunkirchen und Michelbach hingegen hat die Gruppe eine Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Für die will der neu berufene Geschäftsführer Peter Paul Gruber der Gesellschaften dieser drei Einrichtungen ein Sanierungsverfahren unter gerichtlicher Aufsicht durchziehen.

Insgesamt bleiben damit acht von elf Standorten bei der Domus Cura. Die Gruppe liebäugelt gerade schon wieder mit einem Zukauf eines 200-Betten-Hauses im Südwesten Deutschlands. Weitere Expansionspläne des geschäftsführenden Gesellschafters der Gruppe, Fred Vincent Maleika, richten sich aber eher auf das Servicewohnen und die ambulante Pflege, weniger auf stationäre Einrichtungen.    

Kirsten Gaede

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