NRW-Pflegekräfte empfinden Hitze als schlecht bis untragbar
Der Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen liegt im Argen. Klimaanlagen gibt es, wenn überhaupt, meist nur in Dienstzimmern, Dämmung findet nur selten statt und Hitzeschutzpläne fehlen häufig. Dies zeigt eine nicht repräsentative, spontane Umfrage der Gewerkschaft Verdi in Nordrhein-Westfalen. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer beurteilt die Hitzebelastung als schlecht bis untragbar.
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Temperaturen in nordrhein-westfälischen Pflegeeinrichtungen liegen oft über 30 Grad
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Fast die Hälfte der 106 am 13. August Befragten berichtete von Temperaturen über 30 Grad in den Altenpflegeeinrichtungen tagsüber, einer meldete am Nachmittag sogar 43 Grad. Auch nachts kühlte es in den Einrichtungen nur wenig ab. Jeder dritte Beschäftigte meldete zwischen 1 und 3 Uhr morgens Temperaturen von 26 Grad und mehr.
Vier von fünf befragten Mitarbeitern schätzen die Situation für die Bewohner ebenfalls als schlecht oder untragbar ein. Jeder Fünfte gab an, dass es in seiner Einrichtung gar keine Maßnahmen gebe. Etwa zwei Drittel der Einrichtungen verfügen über Markisen oder Jalousien. Klimaanlagen sind hingegen kaum vorhanden, und wenn, dann meist nur in Dienstzimmern, da dort Medikamente gelagert werden.
Die Antworten zeigten, dass der Hitzeschutz völlig unzureichend sei, so Verdi. Die Gewerkschaft fordert vom Land, aus dem Investitions-Booster Wirtschaftsförderung Geld dafür bereitstellen. Die Kommunen seien dazu nicht in der Lage.
Thomas Hartung