Pflegestandorte der AWO Wesel bleiben überwiegend erhalten
Gut ein Jahr nach dem Start des Eigenverwaltungsverfahrens hat die AWO Wesel einen entscheidenden Sanierungsschritt geschafft: Die Gläubiger haben jetzt dem Insolvenzplan mit großer Mehrheit zugestimmt. Damit ist der Weg frei für den Abschluss des Verfahrens. Für die Pflege bedeutet das vor allem Planungssicherheit: Die Seniorenzentren des Trägers wie das Willy-Brandt-Haus in Moers (Foto) bleiben erhalten, einzelne Angebote hat der Träger im Zuge der Sanierung abgegeben.
AWO Wesel
Das Seniorenzentrum Willy-Brandt-Haus (im Bild) in Moers und drei weitere stationäre Einrichtungen bleiben bei der AWO
Neben dem Willy-Brandt-Haus ist auch das Johannes-Rau-Haus in Moers, das Kurt-Schumacher-Haus in Dinslaken und das Elisabeth-Selbert-Haus in Voerde bei der AWO Wesel geblieben. Einen Pflegedienst und eine Tagespflege hat der Gesundheitscampus Wesel Ende 2025 von der AWO übernommen. Außerdem betreibt seit April 2025 die Grafschafter Diakonie Pflege das ehemalige mobile Pflegeangebot der AWO in Moers.
Der Kreisverband war im Frühjahr 2025 in die Sanierung gestartet. Damals beschäftigte die AWO rund 1.200 Mitarbeiter in etwa 100 Einrichtungen. Nach Angaben der AWO sind heute rund 1.000 Arbeitsplätze in mehr als 70 sozialen Einrichtungen gesichert. Der Verband sieht sich nach Abschluss des Verfahrens wirtschaftlich stabilisiert und "für die Zukunft neu aufgestellt", wie es bei der AWO heißt.