Einmalhandschuhe sind oft überflüssig
Es gibt Situationen, in denen es in der Pflege nicht ohne Einmalhandschuhe geht. Es gibt aber auch Situationen, in denen es sehr gut ohne Einmalhandschuhe geht – und sie seit einigen Jahren, vermutlich infolge der Pandemie, trotzdem getragen werden: beim Essen reichen, bei der Mobilisierung oder beim Waschen von Gesicht, Armen, Rücken und Bauch. Wird bei diesen Tätigkeiten auf Einmalhandschuhe verzichtet, ist das nicht nur ökonomischer und ökologischer: Es ist auch freundlicher dem Bewohner oder Patienten gegenüber.
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Mit Einmalhandschuhen oder ohne? In welchen Situationen sie nötig und in welchen überflüssig sind, steht in den Krinko-Empfehlungen
Einmalhandschuhe sind nur nötig beim Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten oder infizierten Hautstellen, Wunden, aggressiven Substanzen, Waschen des Intimbereichs etc. Das ist auch alles gut in den Krinko-Empfehlungen des Robert Koch-Instituts nachzulesen. Krinko steht für "Kommission für Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und in Einrichtungen und Unternehmen der Pflege und Eingliederungshilfe".
Es empfiehlt sich für Leitungskräfte außerdem, darauf zu achten, dass Mitarbeiter Einmalhandschuhe nach dem Kontakt mit Körperflüssigkeiten etc. auch wirklich abstreifen und nicht noch die Tür öffnen, den Wasserhahn betätigen oder einem Bewohner in die Jacke helfen.
Kirsten Gaede