Imagekampagne mit Bratwurststand
Um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen, können Pflegeanbieter eine teure Imagekampagne bei einer Agentur buchen oder selbst Hand anlegen. Beispielsweise mit einem Bratwurststand (Foto), wie die Diakonie Stiftung Salem in Minden. Der war 2025 so erfolgreich, dass das ostwestfälische Unternehmen das Projekt dieses Jahr voraussichtlich fortsetzen wird.
Diakonie Stiftung Salem
Insgesamt 1.320 Bratwürste hat die Diakonie voriges Jahr im Landkreis Minden-Lübbecke verkauft
Zehnmal ist der mobile Bratwurststand durch den Kreis Minden-Lübbecke getourt und hat jedes Mal an einem anderen Standort Station gemacht, vor Supermärkten, auf Wochenmärkten, in Einkaufsstraßen und auf öffentlichen Veranstaltungen. "Das niedrigschwellige Setting hat sich als Türöffner erwiesen: Wir haben insgesamt 1.340 Menschen direkt am Stand erreicht", erzählt Carsten Wöhler, Prokurist und Leiter des Geschäftsbereichs Pflege bei der Diakonie Stiftung Salem.
Das Projekt namens "Nahbar" hat zur Personalgewinnung beigetragen, den Teamgeist und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen gefördert. "Denn sie erlebten sich in einer gemeinsamen, sichtbaren Rolle als Botschafterinnen und Botschafter ihrer Organisation" so Wöhler.
Dieses Jahr wird es eventuell einen Bratwurststand mit Schwerpunkt Ausbildung geben
Das Ziel von Nahbar war aber recht allgemein formuliert, es ging in erster Linie darum, die regionale Bekanntheit zu steigern, die Gespräche mit den Standbesuchern reichten deshalb auch von Smalltalk bis zu konkreten Nachfragen nach Tagespflegeplatz oder Jobangeboten. Die Diakonie überlegt jetzt, den Bratwurststand bei Gelegenheit auch strategischer einzusetzen, fokussiert etwa auf Ausbildung oder Karriere – so wäre etwa ein Auftritt vor der Agentur für Arbeit eine Möglichkeit.
Der Bratwurststand hat auch einen wirtschaftlichen Nebeneffekt: Durch den Verkauf von insgesamt 1.320 Bratwürsten hat die Diakonie Einnahmen in Höhe von 3.300 Euro erzielt.
Kirsten Gaede