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20. Juni 2022 | 19:10 Uhr
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Mit einem Müllverdichter die Abfallgebühren senken

Die Idee ist einfach: Müllgebühren richten sich in der Regel nach der Zahl der Container, Müllverdichtung spart also bares Geld. Ein Unternehmen aus Wolfsburg hat eine platzsparende und leicht zu bedienende Müllpresse entwickelt, die das Abfallvolumen um bis zu 40 Prozent eindampft, was sich in Pflegeheimen zum Beispiel bei Windeln bemerkbar macht. Wer vorher fünf Mülltonnen brauchte, kommt nach der Müllverdichtung mit dreien aus.

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Die ASM-Müllpresse reduziert das Volumen um 40 Prozent

Die hydraulische Müllpresse von ASM passt auf jeden Stellplatz, sagt Vertriebsmann Christian Bornstein. Das Gerät ist für Müllcontainer von 660 bis 2.200 Litern gedacht und wiegt knapp 200 Kilogramm. Es kann mit einem normalen Stromanschluss oder einer Zwölf-Volt-Batterie betrieben werden. Neu ist die Variante mit Solarpanel, die einen autarken CO2-neutralen Betrieb ermöglicht.

Je nach Ausführung kostet die Müllpresse ab 4.360 Euro. Diese Anschaffungskosten hätten Pflegeheime schnell wieder raus, rechnet Bornstein vor. Wer vorher fünf 1.110-Liter-Container braucht, die bei wöchentlicher Abholung 15.000 Euro kosteten, komme dank Müllpresse mit zwei Containern weniger aus. Die Müllkosten würden demnach jährlich um 5.000 Euro sinken. Damit habe sich die Investition schon nach einem Jahr bezahlt gemacht, so Bornstein. Kartons und Verpackung kleinreißen oder Falten falle damit auch weg, was obendrein Arbeitszeit einspare.

Laut Bornstein ist Müllverdichtung rechtlich zulässig. Zwar gebe es immer wieder mal Kommunen, die versuchen, Müllverdichtung durch ihre Abfallsatzungen zu untersagen. Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG 7 C 42.07 / OVG Münster / 2008 Az.: 20A 1661/06) habe dem aber schon vor zehn Jahren klar widersprochen. Bis zur Übergabe des Containers ist der Müll Eigentum des Erzeugers. Deshalb könne er damit machen, was er wolle, eben auch verdichten. Wichtig sei nur, dass die Tonne nicht beschädigt werde und der Müll auskippbar bleibe.

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