Tipps für den Umgang mit Aggression bei Demenz
Der Umgang mit herausforderndem Verhalten von Demenzerkrankten ist auch für professionelle Pflegekräfte nicht immer leicht. Im Arbeitsalltag gehen grundlegende, eigentlich gut gelernte Handlungsweisen manchmal unter. Das Pflegeunternehmen Aterima Care ruft fünf wichtige Handlungstipps für schwierige Situation in Erinnerung.
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Herausforderndes Verhalten von Demenzerkrankten ist oft ein Signal für Unwohlsein
Die Demenzerkrankung verändert mit fortschreitender Entwicklung Persönlichkeit, Gefühle, Wahrnehmung und Sprache von Betroffenen. Nicht selten reagieren sie deshalb mit Verwirrung oder Wut auf irritierende oder belastende Situationen. Aterima Care hat fünf Handlungstipps identifiziert, die sowohl Betroffenen als auch Pflegefachkräfte oder Angehörige für ein gutes Miteinander beherzigen können.
Womit auch Pflegekräfte in Heimen konfrontiert werden, ist herausforderndes Verhalten der Demenzerkrankten. Hier hilft es, Aggression, Unruhe, Rückzug oder nächtliches Umherwandern als Signal zu begreifen und zu ergründen, was der Auslöser sein könnte. Häufig sind sie Ausdruck von Überforderung, Angst, Schmerz oder Unwohlsein. Dann sollten sich Pflegende die Frage stellen: Ist es zu hektisch oder laut, kommen die Bedürfnisse des Bewohners nicht zur Geltung, besteht vielleicht vermehrter Harndrang? Wer verstärkt ein Auge auf nicht-geäußerte Wünsche legt, kann dem herausfordernden Verhalten vorbeugen.
Auch die weiteren Tipps können im professionellen Umfeld hilfreich sein:
- Gefühle ernst nehmen statt korrigieren
- Routine schafft Sicherheit
- Kurz und knapp kommunizieren
- Mehr Entlastung für Pflegefachkräfte und Angehörige, weniger "Durchhalten"