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7. April 2026 | 22:20 Uhr
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Wie Compassio den Energieverbrauch in Heimen senkt

Die Compassio-Gruppe hat ihren Energieverbrauch in mehr als 100 Pflegeeinrichtungen im Jahr 2025 um 5,8 Gigawattstunden gesenkt. Der Strom- und Gasbezug ging gegenüber dem Basisjahr um rund 14 Prozent zurück. Dadurch wurden rund 1,14 Millionen Euro brutto gespart und der CO2-Ausstoß um etwa 2.100 Tonnen verringert. Grundlage hierfür ist ein digitales Energiemanagementsystem, das Verbräuche standortübergreifend erfasst, vergleicht und Maßnahmen gezielt steuert.

Energiesparen Energie sparen Energeimoniroring Foto iStock NicoElNino

Datentransparenz von allen 100 Compassio-Einrichtungen zeigt Auffälligkeiten einzelner Häuser sofort

Seit 2023 setzt Compassio ein digitales Energiemanagementsystem des Softwareanbieters Empact ein. Damit erfasst, analysiert und vergleicht die Gruppe Verbrauchsdaten aus mehr als 100 Pflegeeinrichtungen. "Energie ist ein zentraler Hebel im Betrieb moderner Pflegeeinrichtungen", sagt Geschäftsführer Immobilien Martin Stopa. Die einheitliche Datengrundlage hilft, Verbräuche transparent zu analysieren, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und technische sowie organisatorische Maßnahmen dort umzusetzen, "wo sie die größte Wirkung entfalten".

Die Einsparungen beruhen auf einem umfassenden Maßnahmenpaket. Compassio rüstete unter anderem auf LED-Beleuchtung um, führte Nachtabsenkungen ein, senkte die Temperaturen, optimierte die Betriebszeiten und verlängerte die Laufzeiten von Blockheizkraftwerken. In einzelnen Häusern kommen zudem Wärmepumpen und Pelletkessel zum Einsatz.

Der Erfolg liegt vor allem im Zusammenspiel aus Datentransparenz und konkreten betrieblichen Eingriffen. Erst die standortübergreifende Auswertung macht sichtbar, welche Häuser auffallen und an welchen Stellen technische oder organisatorische Änderungen den größten Effekt versprechen. Parallel dazu entwickelt Compassio das Immobilienportfolio weiter. Alle neuen Häuser werden mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet. 

Laut Unternehmensangaben entlasten die Einsparungen die Betriebskosten um rund 1,14 Millionen Euro brutto gegenüber dem Basisjahr. Der CO2-Ausstoß sank um etwa 2.100 Tonnen. Stopa betont, dass das Thema über reine Effizienz hinausreiche. Wer den Energieverbrauch und die Emissionen senkt, leistet auch einen Beitrag dazu, Pflegeeinrichtungen nachhaltiger aufzustellen.

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