Wie Pflegeheime Freiwillige gewinnen können
Viele Pflegeeinrichtungen suchen Nachwuchs – dabei geraten Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD) oft aus dem Blick. Gerade in der Altenpflege können Freiwillige eine wichtige Brücke in den Beruf schlagen. Sie unterstützen Bewohner im Alltag, begleiten Ausflüge, organisieren zusätzliche Angebote oder haben Zeit für Gespräche. Gleichzeitig lernen sie den Pflegeberuf und eine Einrichtung intensiv kennen. Nicht selten entscheiden sie sich anschließend für eine Ausbildung.
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Buftis oder FSJer können mit Bewohnern Dinge unternehmen, die im Pflegealltag oft zu kurz kommen, etwa im Park spazieren gehen
In Caritas-Einrichtungen leisten jedes Jahr rund 12.000 Menschen einen Freiwilligendienst, vor allem in der Altenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, in Krankenhäusern und Schulen. Wie viele davon bundesweit in Pflegeeinrichtungen tätig sind, lässt sich allerdings nicht beziffern.
Einrichtungen müssen sich zuerst als Einsatzstelle anerkennen lassen
Wer Freiwillige beschäftigen möchte, muss seine Einrichtung zunächst als Einsatzstelle anerkennen lassen. Voraussetzung ist, dass der Träger gemeinwohlorientiert arbeitet. Die Anerkennung läuft über regionale Trägerorganisationen – bei katholischen Einrichtungen etwa über die regionalen Caritasverbände. Anschließend unterstützen die Träger auch bei der Vermittlung geeigneter Bewerber. Einrichtungen können Freiwillige auch über eigene Werbung vor Ort gewinnen.
Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Bundesfreiwilligendienstes fordert die Caritas von der Bundesregierung eine bessere Finanzierung der Freiwilligendienste. Dazu gehören ein Rechtsanspruch auf Förderung, eine höhere finanzielle Unterstützung für Freiwillige und eine stärkere pädagogische Begleitung.