Specht-Gruppe übernimmt insolventes Heim in Martfeld
Für die insolvente Seniorenpflege Beneke in Martfeld südlich von Bremen hat sich schnell eine Lösung gefunden: Die Specht-Gruppe übernimmt ab August den Betrieb der Einrichtung mit 43 Plätzen. Hauptsächlicher Grund für die Insolvenz ist, dass der bisherige Geschäftsführer Jörn Beneke mehr als die Hälfte der Plätze in betreutes Wohnen umwidmen wollte. Wegen Verzögerungen sei es dabei zu Problemen mit der Liquidität gekommen, berichtet die Tageszeitung "Die Harke".
Seniorenpflege Beneke
Die Seniorenpflege Beneke hatte im März Insolvenz angemeldet
Augenblicklich lässt die Specht-Gruppe das Pflegeheim sanieren. So gibt es vorübergehend nur 21 Plätze, von denen 18 belegt sind. Das Bremer Unternehmen, das auch Immobilien entwickelt, betreibt mit über 3.000 Mitarbeitern über 40 Einrichtungen vor allem in Niedersachsen. Erst kürzlich hat Specht seine Holding-Geschäftsführung auf vier Mitglieder erweitert.
Auf die Frage, ob sich eine so kleine Einrichtung grundsätzlich wirtschaftlich betreiben lässt, antwortet Sabine Ammon, die bei Specht für das Portfolio "Betreutes Wohnen mit ambulanter Versorgung" zuständig ist: "Natürlich lässt sich auch eine kleine Pflegeeinrichtung wirtschaftlich betreiben. Wichtige sind dabei vernünftig aufgesetzte Prozesse und eine gute Struktur. Da das Haus ab dem 1. August Teil der Specht-Gruppe in Bremen ist, können deren Verbundstrukturen sinnvoll genutzt werden. Wir glauben an den Erfolg des Hauses, da es mit 43 Pflegeplätzen einen familiären Charakter hat und eine hohe Mitarbeitertreue erreicht."