Durch die nahende Zwischenprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres spürten die Azubis erhöhten Druck und brechen oft deswegen die Ausbildung ab. Zwei Umstände förderten diese Entwicklung: Zum einen gehe durch den häufigen Wechsel der Einrichtungen im Rahmen der Pflichteinsätze die Bindung und Identifikation zum eigentlichen Ausbildungsträger verloren. Und zum anderen erfolge das Heranreifen der Entscheidung zum Abbrechen häufig, ohne dass die Pflegeschule das bemerkt. Folglich fehle den Schulen die Möglichkeit gegenzusteuern.
Dr. Ursula Kriesten unterbreitet im Gastbeitrag für Pflegen-Online Vorschläge, wie dem Problem begegnet werden könne, etwa durch die Bildung von Ausbildungsverbünden der Einrichtungen. Es müsse sich zudem ein neues gemeinsames Pflegeverständnis bei den Trägern entwickeln. Als weitere Maßnahme fordert Kriesten eine engere Begleitung der Auszubildenden während der Pflichteinsätze durch die Träger und Schulen.
