Die Einrichtung einer Pflege-SOS-Hotline wie in Bayern hält Würtz nicht für ausreichend. Es brauche eine übergeordnete Stelle für Whistleblower auf Bundesebene, fordert sie auf Pflegen Online. Die Anlaufstelle sollte nicht mit Verwaltungskräften, sondern mit Pflegefachkräften, Rechtsanwälten für Arbeitsrecht, Menschenrechtlern und Psychologen besetzt sein. Nur so bestünde die Möglichkeit, dass ein Whistleblower die Unterstützung bekomme, die er tatsächlich brauche.
"Mich hat am meisten frustriert, dass ich trotz Ausschöpfung aller Möglichkeiten, die Einhaltung der Dienstwege und ohne Kompetenzüberschreitung gegen diese Missstände trotzdem nicht adäquat weitergekommen bin und auch nicht ausreichend Gehör finden konnte", beschreibt Würtz das Dilemma.
