Sozialfactoring betreut inzwischen mehr als 1.300 Kunden und beschäftigt über 70 Mitarbeiter. 2025 kamen mehr als 20 neue Beschäftigte hinzu. Factoring bedeutet: Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste verkaufen ihre Forderungen gegenüber Kranken- oder Pflegekassen an einen Finanzdienstleister. Statt mehrere Wochen auf den Zahlungseingang zu warten, erhalten sie den Großteil des Rechnungsbetrags innerhalb weniger Werktage.
Gerade vor dem Hintergrund steigender Löhne, hoher Sachkosten und Investitionsbedarfe gewinnt dieses Instrument an Bedeutung. Zwischen Abrechnung und Geldeingang vergehen oft mehrere Wochen. Verzögerungen treffen vor allem kleinere und mittlere Anbieter hart, weil Personalkosten monatlich anfallen.
Factoring ist von Inkasso-Instrumenten zu unterscheiden. Es handelt sich um eine Vorfinanzierung, Inkasso hingegen greift erst bei überfälligen Forderungen. Factoring setzt direkt nach Rechnungsstellung an und soll Engpässe vermeiden, bevor sie entstehen. Dehlzeit sagt, Factoring sei "präventiv" angelegt. Es gehe darum, Stabilität zu schaffen, nicht um den Einzug säumiger Forderungen.
