Tatsächlich erklärt Clariane das Umsatzplus der Tochter Korian in Deutschland mit "signifikanten Preiserhöhungen", die mit den Kostenträgern ausgehandelt wurden. Grund dafür seien vor allem höhere Gehälter für das Personal seit September 2022. Die Rede ist von zehn Prozent höheren Sätze von den Kassen. Die Belegung der Einrichtungen sei indes nur leicht um einen Prozentpunkt auf 87 Prozent gestiegen.
Das Umsatzplus von Korian in dieser Höhe ist dennoch erstaunlich, weil der Betreiber nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 21 Pflegeeinrichtungen in Deutschland verkauft oder geschlossen hat.
Das Deutschland-Geschäft von Clariane macht etwa ein Viertel des Konzernumsatzes aus. Der stieg ebenfalls um rund zwölf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Größter Markt ist Frankreich mit 1,6 Milliarden Euro. Clariane ist außerdem in Belgien, den Niederlanden, Italien, Spanien und Großbritannien aktiv.
Zum Gewinn oder Verlust in den neun Monaten äußert sich Clariane nicht. Im ersten Halbjahr erzielte Clariane einen Gewinn von 26 Millionen Euro.
Thomas Hartung
