Wohnprojekte mit ambulanten Angeboten oder Tages- und Nachtpflegeplätzen werden den Bedürfnissen der Menschen besser gerecht, sagen viele Experten. So fordern in München SPD und Grüne, dass diese Entwicklung bei den Planungen berücksichtigt wird, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Sie wollen statt weiterer Pflegeheime mehr Wohnprojekte. Das ganze seniorenpolitische Gesamtkonzept soll überarbeitet werden.
In Leipzig hat sich die Quartierpflege als Vorbild für andere Städte etabliert. Ein Kreis von fünf bis acht festen Nachbarn helfen einem Senioren bei der Grundversorgung. Koordiniert wird die Unterstützung der hilfebedürftigen Menschen von hauptamtlichem Personal.
Nachbarn engagieren sich ehrenamtlich, in Teilzeit oder in Vollzeit, angestellt oder freiberuflich - ganz nach ihren Wünschen und Tätigkeiten, die sie in der Quartierpflege übernehmen. So ist beispielsweise einmal im Monat etwas vorlesen ein Ehrenamt. Regulär entlohnt werden Tätigkeiten wie dreimal in der Woche einkaufen, kochen oder bei der Körperpflege helfen.
