"Viele Caritas-Einrichtungen haben inzwischen einen Mitarbeiter eingestellt, der sich ausschließlich um die Betreuung der Auszubildenden kümmert und Ansprechpartner für alle möglichen Belange ist", sagt Pascal Krimmer vom DGS. Auszubildende erhalten vielerorts Unterstützung bei der Wohnungssuche, bei Fragen der Mobilität und der Ausstattung mit elektronischen Geräten.
Caritas-Einrichtungen setzen auf Buftis und FSJler
Ein weiterer Grund: Caritas-Einrichtungen setzen stark auf Freiwilligendienst wie dem Bundesfreiwilligendienst (Bufti) und dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Wenn die Freiwilligen gut angeleitet und integriert werden, fangen nicht wenige an, sich für den Pflegeberuf zu interessieren. Viele der Buftis und FSJler kommen inzwischen auch aus dem Ausland. Das bedeutet: Sie betrachten den Freiwilligendienst meistens nicht nur als ein reizvollen Zwischentopp auf dem Weg zu etwas ganz anderem, etwa einem Studium, sondern als ersten Schritt in den Pflegeberuf.
Nicht zuletzt spielt auch die Ausbildungsvergütung eine Rolle: Sie beträgt im Schnitt über die drei Lehrjahre betrachtet 1.426 Euro bei der Caritas und ist damit außergewöhnlich hoch, gibt DGS-Sprecher Johannes Brumm zu bedenken.
Der positive Trend bei den Auszubildenden geht aus dem aktuellen Caritaspanel hervor, eine Umfrage der Dienstgeberseite der Caritas unter 277 Caritas-Trägern mit insgesamt circa 3.500 Betrieben und 135.000 Beschäftigten.
Kirsten Gaede
