News für das Pflegemanagement

Perthes darf nur Teil gestiegener Kosten auf Eigenanteil umlegen

Die Perthes-Stiftung wollte gestiegene Kosten in einem ihrer Pflegeheime mit einer Erhöhung des Eigenanteils um bis zu 1.000 Euro monatlich auffangen. Die Aufsichtsbehörde LWL und Pflegekassen genehmigten laut News-Portal "Come on" jedoch nur einen Bruchteil davon. Dem Träger fehlen damit auf Jahressicht mehr als eine halbe Million Euro gegenüber seiner Kalkulation.

Perthes hatte die Erhöhung mit gestiegenen Ausgaben für Personal, Verpflegung, Energie und Material begründet. Die verlangten 1.000 Euro seien kalkulatorische Werte und Grundlage der Verhandlungen mit den Kostenträgern gewesen, berichtet Come on. Jetzt wurden Perthes lediglich 365 Euro Erhöhung zugestanden.

Statt der angestrebten zusätzlichen 880.000 Euro im Jahr kann Perthes laut Come on durch die Erhöhung nur rund 320.000 Euro für die Refinanzierung einnehmen. Damit erhält der Träger nur gut ein Drittel des ursprünglich kalkulierten Betrags.

Der Eigenanteil für einen Doppelzimmerplatz bei Pflegegrad 2 im ersten Heimjahr steigt rückwirkend zum 1. Juni auf 4.920 Euro monatlich. Wie Perthes die verbleibende Finanzierungslücke auffangen will, ist offen. Einrichtungsleiter Frank Schulte und Geschäftsbereichsleiterin Veronika Schmidt wollten das Verhandlungsergebnis gegenüber Come on nicht kommentieren.