Um die Pflege für die jüngere Generation attraktiv zu machen, müsse sie sich eine positivere Sprache geben. "Man hört immer nur – sowohl in den Medien als auch von den Pflegekräften selbst – wie schlimm, doof und schrecklich der Job ist", sagt Voß. Er selbst sei seit 2008 in der Pflege tätig und solche Ausagen begegneten ihm immer wieder. "Und wenn ich mir jetzt vorstelle, ich bin 2008 ein fünfjähriges Kind und höre immer nur wie schrecklich der Job ist – dann habe ich jetzt, 2022 mit 19 Jahren, natürlich keine Lust auf diesen Job." Das entspreche auch nicht der Realität, denn die Menschen, die in der ambulanten Pflege arbeiteten, liebten in der Regel ihren Job. Allerdings müssten dabei die Rahmenbedingungen stimmen.
Voß ist optimistisch, was die Zukunft von Vital Cura anbelangt. Auf die Frage von Pflegemarkt.com, wo er sein Unternehmen in fünf Jahren sehe, antwortete er: "Im Jahr 2027 hat die Vital Cura 150 Standorte deutschlandweit. Insbesondere in Ballungszentren. Jeder Pflegedienst und seine Strukturen sind einzigartig, profitiert jedoch von dem Gesamtnetzwerk. Und wir haben gut funktionierende Leitungsrunden, die sich gegenseitig darin unterstützen, die Rahmenbedingungen für Patienten und Mitarbeiter noch ein wenig besser zu machen."
