Gehaltsangaben werden in den meisten Pflegestellenanzeigen nicht veröffentlicht. Pflegia kann sie nach eigenen Angaben dennoch auswerten, weil Arbeitgeber beim Onboarding ein Template ausfüllen, in dem auch das Gehalt angegeben wird. Diese Daten werden mit dem Pflegia-Team erfasst und bilden die Grundlage des Reports. Berücksichtigt hat das Unternehmen nur Vollzeitstellen mit mindestens 38 Wochenstunden.
Regional zeigen sich Unterschiede. Hier hat man den Durchschnitt und nicht den Median zugrunde gelegt. Die höchsten Durchschnittsgehälter melden Berlin mit 4.273 Euro, Hamburg mit 4.255 Euro und Bremen mit 4.215 Euro. Am niedrigsten liegen Sachsen-Anhalt mit 4.063 Euro, Sachsen mit 4.064 Euro und Thüringen mit 4.080 Euro. Das Ost-West-Gefälle fällt laut Pflegia aber moderat aus: Westdeutschland liegt im Schnitt bei 4.185 Euro, die neuen Länder ohne Berlin bei 4.089 Euro.
Am unteren Ende liegen Dresden, München und Duisburg
Im Städtevergleich führen Dortmund mit 4.387 Euro und Essen mit 4.279 Euro. Danach folgen Berlin und Stuttgart. Am unteren Ende liegen Dresden mit 4.012 Euro, München mit 4.029 Euro und Duisburg mit 4.141 Euro.
Mit Erfahrung und Verantwortung steigen die Gehälter deutlich. Pflegehilfskräfte im ersten bis dritten Berufsjahr liegen bei 2.871 Euro, examinierte Pflegefachkräfte bei etwa 3.600 Euro. Pflegedienstleitungen kommen im Schnitt auf rund 4.400 Euro, Einrichtungsleitungen auf etwa 5.050 Euro.
Auffällig ist die Lücke zwischen Erwartung und Marktangebot: Pflegekräfte rechnen im Median nur mit 3.700 Euro brutto, obwohl laut Report etwa 4.300 Euro angeboten werden.
