Bei dem Projekt ersetzt die Stundenvergütung die Abrechnung von langfristig vertraglich festgelegten konkreten Einzelleistungen. Dadurch sollen Pflegebedürftige mehr Kompetenzen und Autonomie über ihre Versorgung bekommen und erforderliche Leistungen anhand des individuellen Bedarfs selbstbestimmt zusammenstellen können. Auch die Pflegekraft werde somit in die Lage versetzt, situationsorientierter im Rahmen ihrer fachlichen Kompetenzen zu entscheiden, welche Unterstützungsmaßnahmen sinnvoll und wirksam sind. Die Vergütung erfolgt dabei in Form einer Monatspauschale, durch die alle behandlungspflegerischen Leistungen des jeweiligen Monats abgegolten sind.
Durch die vereinfachte Abrechnungssystematik und Rechnungsstellung werde bei allen beteiligten Partnern Bürokratie abgebaut. Die aufwändige Differenzierung nach Leistungskomplexen oder einzelnen Positionen sowie deren entsprechende Dokumentation auf dem Leistungsnachweis entfällt weitgehend. So können Kapazitäten für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen freigesetzt und die Zeit der Pflegekräfte für die Menschen vor Ort genutzt werden.
