Um 1960 herum gab es rund 80.000 Service-Wohnungen, schätzt Zorn. Danach seien durchschnittlich alle 20 Jahre 80.000 weitere hinzugekommen, heiß es in Care Invest. Das galt bis 2020. Seither hat sich das Wachstum verdoppelt: So wie es sich abzeichnet, werden allein zwischen 2020 und 2030 circa 80.000 Wohnungen hinzukommen.
Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat das betreute Wohnen, das meistens bedeutungsgleich mit Service-Wohnen ist, in seiner Studie "Betreutes Seniorenwohnen" von 2022 sogar als "zukunftsweisendes altersgerechtes Wohnangebot" bezeichnet. Denn es kombiniere selbstständiges Wohnen mit modular wählbaren Leistungen. Es gebe inzwischen ein vielfältiges Angebot: Es beginne mit dem Servicemodell mit Freizeitangeboten und kleinen technischen Alltagshilfen und reicht über das Betreuungsmodell mit Notruf und zeitlich begrenzten Pflegeleistungen bis hin zum Verbundmodell mit umfassenden Pflegeleistungen und einer 24-Stunden-Betreuung.
Auch das Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen Curacon konstatiert: Die Pflege bewege sich weg vom traditionellen Pflegeheim Richtung Seniorenwohnen, betreutes Wohnen und ambulant betreute Wohngemeinschaften.
Kirsten Gaede
