Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat im Auftrag von Essity nach 2019 erneut eine Umfrage mit 993 Pflegekräften und pflegenden Angehörigen in Auftrag gegeben. Es zeigt sich dabei auch, dass 63 Prozent der Pflegekräfte meinen, digitale Technologien spielten in ihrem Arbeitsalltag kaum eine Rolle. 2019 waren es nur 54 Prozent.
Essity erklärt dieses paradox anmutende Ergebnis damit, dass mit den zunehmenden digitalen Möglichkeiten auch die Erwartungen steigen. "Die Kluft zwischen digitalen Möglichkeiten und ihrer tatsächlichen Nutzung in der Pflege wächst", sagt die Leiterin des Geschäfts Health & Medical, Adeline Karadag.
Pflegewissenschaftlerin: Pflegekräfte wünschen sich mehr Technikkompetenz
Rund drei Viertel (76 %) der Befragten sind überzeugt, dass technische Möglichkeiten die Pflege Zuhause verbessern können und sollten. "Mit den notwendigen Ressourcen könnte die Digitalisierung dazu beitragen, den drohenden Pflegenotstand in den Griff zu bekommen und die Qualität der Pflege zu verbessern", sagt Pflegewissenschaftlerin Daniela Hayder-Beichel von der Hochschule Niedersachsen. "Pflegekräfte wünschen sich mehr Unterstützung dabei, technische Innovationen einzusetzen – von finanziellen Förderungen bis zur Vermittlung von Technikkompetenzen."
Das Unternehmen Essity mit Sitz in Mannheim stellt unter anderem Wundverbände und Inkontinenzprodukte her, darunter auch ein Sensor, der den Sättigungsgrad von Vorlagen misst.
