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13. August 2026 | 20:42 Uhr
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BRK testet in Landshut Telepflege

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) will erproben, ob Pflegefachkräfte ihre Kollegen in Pflegeheimen künftig auch virtuell unterstützen können. Im Pflegeheim Hofberg in Landshut startet dazu ein auf drei Jahre angelegtes wissenschaftliches Projekt. Per Bild und Ton kann etwa eine Pflegehilfskraft eine zusätzliche Fachkraft zuschalten, wenn sie in einer Situation unsicher ist. Die examinierte Kollegin kann aus der Ferne anleiten und auch Dokumentationsaufgaben übernehmen.

Das Prinzip ähnelt dem Telenotarzt: Benötigt etwa eine Pflegehilfskraft Unterstützung, kann sie eine Pflegefachkraft per Video und Ton hinzuziehen 

Projektleiter ist Franz Wacker aus der Abteilung Senioren und Pflege der BRK-Landesgeschäftsstelle. Er hat sich bereits in seiner Masterarbeit mit dem Konzept des virtuellen Pflegeheims beschäftigt und untersucht nun in seiner Promotion, ob es sich im Pflegealltag bewährt. Die Universität Bayreuth begleitet das Vorhaben, das Bayerische Gesundheitsministerium fördert es.

Das Prinzip ähnelt dem Telenotarzt: Benötigt etwa eine Pflegehilfskraft Unterstützung oder ist sie sich in einer Situation unsicher, kann sie eine Pflegefachkraft per Video und Ton hinzuziehen. Diese soll Tätigkeiten unterstützen, anleiten oder delegieren und kann zudem Aufgaben wie Dokumentationen übernehmen. Die Fachkraft vor Ort soll ausdrücklich nicht ersetzt, sondern entlastet werden.

Das Projekt läuft in drei Stufen. Im ersten Jahr erfasst Wacker den Ist-Zustand im Pflegeheim Hofberg des BRK-Kreisverbands Landshut. Im zweiten Jahr beginnt der Praxistest mit einer eigens dafür eingesetzten virtuellen Pflegefachkraft. Im dritten Jahr werden die Erfahrungen ausgewertet. Wacker will wissenschaftlich belastbare Erkenntnisse gewinnen, die sich auch auf andere stationäre Pflegeeinrichtungen übertragen lassen.

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