VR-Brillen sind manchmal auch bei Demenz geeignet
Virtual-Reality-Brillen können auch für Menschen mit Demenz geeignet sein. Das Alten- und Pflegeheim St. Alfons in Neumarkt nahe Nürnberg setzt seit Anfang August drei Geräte ein. Bei einzelnen Bewohnern beobachten die Mitarbeiter eine beruhigende Wirkung, berichtet "Ad Hoc News". Entscheidend ist, die virtuellen Inhalte an Biografie und Interessen anzupassen – es eignen sich unter anderem Filme, die Natur, Kunst und Kirchenräumen zeigen.
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Virtuelle Reisen können bei Demenz beruhigend wirken
Die Bewohner im St. Alfons können mit der VR-Brille virtuelle Landschaften, Kunstausstellungen oder Kirchen besuchen. Gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden so Welten eröffnet, die für sie außerhalb der Einrichtung kaum noch erreichbar wären.
Das Altenheim bezieht auch Bewohner mit Demenz ein, so Ad Hoc News. Einrichtungsleiterin Eva Maria Andraschko sagt, die virtuellen Reisen hätten teilweise beruhigende Effekte. Ein möglicher Grund: Vertraute Bilder, Orte oder Situationen können Erinnerungen anregen und gleichzeitig von belastenden Alltagssituationen ablenken.
Wichtig ist, die Biografien zu berücksichtigen
St. Alfons setzt die Technik nicht einfach als Unterhaltung ein, sondern verbindet sie mit den Biografien und Interessen der Bewohner. Bei den im Haus lebenden Ordensschwestern spielen beispielsweise virtuelle Kirchenbesuche eine besondere Rolle.
Es zeigt sich auch: VR muss bei Demenz nicht an komplexer Bedienung scheitern. Wenn Mitarbeiter die Anwendungen auswählen und begleiten, lässt sich die Technik als zusätzliches Instrument in Betreuung und Aktivierung einsetzen.