News für das Pflegemanagement

Kochen und Singen sind Leidenschaften von VKAD-Chef Wedeking

Die großen Bühnen sind es zwar nicht geworden, doch als Leadsänger einer Tanzcombo mischte VKAD-Chef Andreas Wedeking (Foto) sein Publikum in jungen Jahren auf. Wie er zur Altenpflege kam, warum er sich um die Demokratie in unserem Land sorgt, was er in der Küche zaubert und welche drei Bücher er gerade gleichzeitig liest, erzählt Wedeking im Care-vor9-Fragebogen Persönlich.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Ich wollte gerne Sänger werden. In der Realität hat es dann zum Leadsänger unserer damaligen Tanzcombo „Horizont“ und zum Tenor im Kirchenchor gereicht.

Wie sind Sie in die Altenpflege gekommen?
Ich habe vorher im Bereich der Eingliederungshilfe gearbeitet und einen sehr langen Anfahrtsweg gehabt. Als die Stelle des Heimleiters in meinem damaligen Nachbarort frei wurde, habe ich mich dort beworben, in der Hoffnung, Beruf und Familie besser vereinen zu können. Nach einem halben Jahr habe ich dann zusätzlich die Leitung des Hauses in meinem Wohnort dazubekommen. Job und Familie ließen sich dann trotzdem noch gut unter einen Hut bringen.

Was lieben Sie an Ihrem Job?
Die Vielseitigkeit, die Möglichkeit zum Vernetzen und politisch wirksam zu werden. Als Heimleiter fand ich es immer schwierig, umsetzen zu müssen, was „die in Berlin“ sich wieder ausgedacht haben. Nun als Verbandsgeschäftsführer kann ich mit meinem Team zusammen Änderungen in Gesetzesentwürfen erreichen und dafür sorgen, dass die Interessen der Basis an die Politik herangetragen werden. Das macht mir Freude.

Was nervt Sie am meisten?
Die offensichtliche Erosion eines tiefgehenden Demokratieverständnisses. Es ist so wichtig, in demokratischen Verhältnissen leben und arbeiten zu können. Und es ist wichtig, den Sozialstaat und die Wohlfahrt darin zu stärken. Das Ganze in einer gut funktionierenden und sich weiterentwickelnden Europäischen Union. Diese Selbstverständlichkeiten werden plötzlich wieder diskutiert.

Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
Zusammen mit meiner Frau in einem Wohnmobil durch die Weltgeschichte reisen und Zeit mit unseren erwachsenen Kindern verbringen.

Wie schalten Sie ab?
Ich koche und esse sehr gerne. Es macht mir Spaß, nach der Arbeit frisch zu kochen bzw. in regelmäßigen Abständen unser Sauerteigbrot zu backen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese mehrere gleichzeitig: „China First“ von Theo Sommer, „The coming Wafe“ von Mustafa Suleymann und „Bretonischer Glanz“ von Jean-Luc Bannalec.

Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
„Frau Winkler verlässt das Haus“ – im Rahmen des Parlamentarischen Filmabends des Bündnisses für gute Pflege, in dem der VKAD Mitglied ist.

Ihr Lieblingsessen?
Reibeplätzchen mit süßem Quark oder westfälischer Grünkohleintopf mit Räucherendchen und Rotweinpflaumen.

Wohin geht’s im nächsten Urlaub?
Das ist noch offen, aktuell gibt es eine Option auf Japan.

Wen würden Sie gerne mal treffen und warum?
Da bin ich ganz offen. Über meine Arbeit konnte ich schon einige interessante Persönlichkeiten treffen bzw. aus der Nähe erleben. Das kann gerne noch so weitergehen…

Wie und wo wollen Sie alt werden?
Natürlich möchte ich bei langer Gesundheit alt werden, zusammen mit meiner Frau und unserer Familie und an unserem Wohnort in Berlin, bzw. auf Usedom.

Andreas Wedeking ist seit 2019 Geschäftsführer des Verbands katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD). Der 59-jährige gebürtige Westfale ist diplomierter Sozialpädagoge. Nach beruflichen Stationen in der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe übernahm er die Leitung zweier Seniorenheime der Seniorenhilfe der Ordensgemeinschaft der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel. Wedeking ist verheiratet und Vater dreier erwachsener Töchter.